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Christus – Die Schlange der Selbsterkenntnis: Eine Gnostische Interpretation

  • Georg Willenhelm
  • Oct 1, 2025
  • 3 min read


Die Identität des T-Symbols

Die gesamte These ruht auf einer präzisen symbolischen Gleichsetzung des Buchstabens T, wie er in der Kirche als Tau-Kreuz verwendet wird. In der christlichen Tradition gilt das Tau als die ursprüngliche Form des Kreuzes. Es symbolisiert das Opfer Christi und damit die Vollkommenheit oder Vollendung des Erlösungsweges.


Das Kreuz ist in dieser Lesart das ultimative Ziel.

Parallel dazu wird in der Kabbala – der jüdischen Mystik – jeder Buchstabe des hebräischen Alphabets mit einer tiefen esoterischen Bedeutung versehen.


Das dem lateinischen T am nächsten stehende Symbol für die spezifische Thematik ist das Teth, der neunte Buchstabe. Teth hat die traditionelle Symbolik der Schlange, die oft als gewundene Form oder als aufsteigende Kraft interpretiert wird.


Die Schlange ist hier nicht der Verführer, sondern der Archetyp der Weisheit und Erkenntnis Gnosis.



Da für Christus das Symbol T verwendet wird, ergibt sich zwingend die Schlussfolgerung: Christus ist die Schlange am Kreuz.



Die Rolle der Schlange: Der Wahre Befreier

In dieser esoterischen Synthese erhält die Schlange ihre ursprüngliche, befreiende Rolle zurück.


Die Schlange ist jene Kraft, die den Menschen im Garten Eden zur Erkenntnis von Gut und Böse erweckt hat. Sie ist der Katalysator der Selbsterkenntnis Gnosis.


Christus, identifiziert als die Schlange am Kreuz, verkörpert somit nicht die Gesetzestreue, sondern die höchste Erkenntnis. Die Kreuzigung ist in diesem Licht kein reiner Bußakt, sondern der ultimative Akt der Offenbarung. Wie in der biblischen Analogie der ehernen Schlange in der Wüste die erhöht werden musste, um das Volk zu heilen, wird Christus am Holz erhöht, um die befreiende Gnosis in die Welt zu bringen. Er wird selbst zum Weg, der das Wissen zur Heilung vermittelt.



Die Vollendung durch Selbsterkenntnis

Die Vollkommenheit – symbolisiert durch das Kreuz – kann demnach nicht durch blindes Befolgen von Dogmen oder Gesetzen erreicht werden. Sie ist untrennbar a die Selbsterkenntnis gebunden.



Ihre Interpretation mündet in der zentralen gnostischen Aussage: Christus ist der wahre Befreier, weil er die Erkenntnis selbst verkörpert und den einzigen Weg zum wahren Vater weist. Dieser Weg führt ausschließlich über die Gnosis, die innere Schau und die tiefgreifende Selbsterkenntnis.


Das T-Symbol in der Kirche ist somit ein verhülltes, aber präzises Bekenntnis: Christus ist die Schlange der Erkenntnis, die den Menschen zur Vollkommenheit der Selbsterkenntnis führt.




Christ – The Serpent of Self-Knowledge: A Gnostic Interpretation


The Identity of the T-Symbol

The entire thesis rests on a precise symbolic equivalence of the letter T, as it is used in the Church as the Tau Cross.


In Christian tradition, the Tau is considered the original form of the cross.


It symbolizes the sacrifice of Christ and thus the perfection or completion of the path of redemption.

In this reading, the Cross is the ultimate goal.


In parallel, in Kabbalah—the Jewish mystic tradition—each letter of the Hebrew alphabet is endowed with a profound esoteric meaning.


The symbol closest to the Latin T for the specific theme is Teth, the ninth letter.


Teth carries the traditional symbolism of the serpent, often interpreted as a coiling form or an ascending force.

The serpent here is not the tempter, but the archetype of wisdom and knowledge—Gnosis.


Since the symbol T is used for Christ, the unavoidable conclusion emerges: Christ is the Serpent on the Cross.

The Role of the Serpent: The True Liberator

In this esoteric synthesis, the serpent regains its original liberating role.


The serpent is that force which awakened humanity in the Garden of Eden to the knowledge of good and evil. It is the catalyst of self-knowledge—Gnosis.


Christ, identified as the Serpent upon the Cross, thus embodies not obedience to law, but the highest knowledge. The crucifixion, in this light, is not merely an act of penance, but the ultimate act of revelation. Just as in the biblical analogy the bronze serpent in the wilderness had to be lifted up to heal the people, so Christ is raised upon the wood to bring liberating Gnosis into the world. He himself becomes the path that conveys the knowledge of healing.

Fulfillment through Self-Knowledge

Perfection—symbolized by the Cross—cannot be attained through blind adherence to dogmas or laws. It is inseparably bound to self-knowledge.


This interpretation culminates in the central Gnostic proclamation: Christ is the true liberator, because he embodies knowledge itself and points the only way to the true Father. This way leads solely through Gnosis, inner vision, and profound self-realization.

Thus, the T-symbol in the Church is a veiled but precise confession:


Christ is the Serpent of Knowledge, who leads humanity to the perfection of self-knowledge.




 
 
 

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