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Hat Christus die Gnosis gelehrt?

  • Georg Willenhelm
  • Sep 30, 2025
  • 4 min read

Folie 1 – Titel

#Jesus #Christus und die verborgene Erkenntnis (Gnosis)


Ein Blick jenseits kirchlicher Dogmen auf die gnostische Lehre Jesu

Folie 2 – Definition von #Gnosis

  • Gnosis: Griechisch für „Erkenntnis“ – spirituelle Einsicht in das wahre Selbst, den göttlichen Funken im Inneren und den himmlischen Ursprung.

  • Im Gnostizismus: Erlösung durch innere Erkenntnis, nicht durch äußere Rituale oder Gesetze.

  • Historischer Kontext: Gnostische Texte wie Nag-Hammadi-Funde (z.B. Evangelium nach Thomas) zeigen Parallelen zu Jesu Worten.

  • Zitat: „Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh 8,32) – Gnosis als befreiende Selbsterkenntnis.

Folie 3 – Ausgangspunkt

  • Viele Christen sehen Gott des Alten Testaments (AT) als denselben wie Jesu Vater.

  • Jesu Lehren widersprechen jedoch: Er kritisiert äußere Gesetze, Strafen und Rituale des AT.

  • Frage: Verkündete Jesus einen höheren, inneren Gott – die Kernidee der Gnosis?

  • Ergänzung: Gnostiker unterschieden Demiurg (AT-Gott, Schöpfer der Materie) von wahrem Gott (Licht, Geist). Jesus als Bote des wahren Gottes.

Folie 4 – Beispiel 1: Gewalt oder Liebe?

  • AT: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ (Ex 21,24) – Vergeltung und Strafe.

  • Jesus: „Ich aber sage euch: Widersteht nicht dem Bösen, sondern wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dem biete die andere auch dar“ (Mt 5,39).

  • ➡ Bruch mit AT-Logik: Gnosis betont innere Transformation statt äußerer Rache.

  • Weiteres Zitat: „Selig sind die Friedfertigen“ (Mt 5,9) – Frieden als innerer Zustand.

Folie 5 – Beispiel 2: Hass oder Liebe?

  • AT: „Sollte ich nicht hassen, die dich hassen, HERR?“ (Ps 139,21) – Hass auf Feinde erlaubt.

  • Jesus: „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen“ (Mt 5,44).

  • ➡ Umkehrung: Gnosis lehrt Einheit mit dem göttlichen Licht, das Hass transzendiert.

  • Ergänzung: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“ (Lk 6,36) – Universelle Liebe als göttliche Natur.

Folie 6 – Beispiel 3: Opfer oder Barmherzigkeit?

  • AT: Blut- und Tieropfer als Pflicht (Lev 1–7) – Äußere Rituale zur Sühne.

  • Jesus: „Geht hin und lernt, was das heißt: Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer“ (Mt 9,13; Hos 6,6 zitierend, aber umgedeutet).

  • ➡ Ablehnung: Gnosis priorisiert innere Reinheit über Opfer.

  • Weiteres: „Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerbrochener Geist“ (Ps 51,19) – Jesus radikalisiert dies zu innerer Gnosis.

Folie 7 – Beispiel 4: Gesetz oder Freiheit? (Neu)

  • AT: Strenges Gesetz, Fluch für Übertretung (Dtn 28).

  • Jesus: „Das Sabbat ist um des Menschen willen gemacht“ (Mk 2,27); kritisiert Pharisäer für äußere Regeln.

  • ➡ Gnosis: Freiheit durch Erkenntnis, nicht Gehorsam. Zitat: „Das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus gekommen“ (Joh 1,17).

Folie 8 – Gottesbild im Alten Testament

  • Strenger Gesetzgeber und Richter.

  • Krieg führender Herr (z.B. Josua-Kriege).

  • Straft Sünden „bis ins dritte und vierte Glied“ (Ex 34,7).

  • Äußerer, eifersüchtiger Gott: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“ (Ex 20,3).

  • Gnostische Sicht: Dies ist der Demiurg, nicht der wahre Vater.

Folie 9 – Gottesbild bei Jesus

  • Liebender Vater: „Euer Vater weiß, was ihr bedürft, ehe ihr ihn bittet“ (Mt 6,8).

  • Vollkommenheit: „Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist“ (Mt 5,48).

  • Einheit: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ (Joh 14,9).

  • Innerer Gott: „Gott ist Geist“ (Joh 4,24) – Gnosis als direkte Erkenntnis des Inneren.

Folie 10 – Das Reich Gottes

  • Jüdisch-AT: Politisches Reich, äußere Herrschaft (z.B. Messias als König).

  • Jesus: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (Lk 17,21) – innerlich, nicht äußerlich.

  • ➡ Gnosis: Reich als Bewusstseinszustand. Weiteres: „Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man’s beobachten könnte“ (Lk 17,20).

Folie 11 – Die Sprache der Gnosis im NT

  • „Das ewige Leben ist das: Dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen“ (Joh 17,3) – Gnosis als Erlösung.

  • „Geist der Wahrheit wird euch in alle Wahrheit leiten“ (Joh 16,13) – Innere Führung.

  • Ergänzung: Paulus: „Wir aber haben Christi Sinn“ (1 Kor 2,16) – Gnostische Einheit mit dem Göttlichen.

Folie 12 – Gnosis im Evangelium nach Thomas (Erweitert)

  • Spruch 3: „Das Reich ist in euch und außerhalb von euch. Wenn ihr euch selbst erkennt, dann werdet ihr erkannt werden, und ihr werdet wissen, dass ihr die Söhne des lebendigen Vaters seid.“

  • Spruch 50: „Wenn sie euch fragen: Woher kommt ihr? Sagt ihnen: Wir sind aus dem Licht gekommen.“

  • Spruch 70: „Das, was in euch ist, wird euch retten, wenn ihr es aus euch herausbringt.“

  • ➡ Direkte Gnosis: Selbsterkenntnis als Weg zum göttlichen Ursprung.

Folie 13 – Der Bruch mit der Kirche

  • Kirche: Betonung auf Gehorsam, Sakramente, äußere Autorität.

  • Jesus: Freiheit durch innere Erkenntnis, Ablehnung von Hierarchien (z.B. „Nennt niemanden Vater auf Erden“, Mt 23,9).

  • Gnostiker als „Häretiker“ verfolgt, doch Texte wie Thomas zeigen ursprüngliche Lehre.

  • Zitat: „Das Licht ist in euch“ (vgl. Lk 11,35) – Göttlicher Funke.

Folie 14 – Historischer Kontext (Neu)

  • Nag-Hammadi-Funde (1945): Gnostische Evangelien, die Jesus als Gnosis-Lehrer zeigen.

  • Frühe Gnostiker (z.B. Valentinus, Basilides): Sahen Jesus als Erlöser durch Wissen.

  • Kirchenväter (z.B. Irenäus) bekämpften Gnosis, um Orthodoxie zu etablieren.

  • Beweis: Parallelen zwischen NT und gnostischen Texten deuten auf gnostische Wurzeln im Christentum.

Folie 15 – Schlussfolgerung

  • Jesus widerspricht AT-Gottesbild in Gewalt, Hass, Opfern und Gesetz.

  • Er lehrt inneren Vater, Selbsterkenntnis und Reich im Inneren – Kern der Gnosis.

  • Zitate aus NT und Thomas bestätigen: Jesus war Gnostiker, Erlöser durch Erkenntnis.

  • ➡ Christus als erster Lehrer der Gnosis, jenseits dogmatischer Kirche.

 
 
 

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