In der Bibel ist das Speisegebot nicht nur eine äußere Gesundheitsregel, sondern auch eine geistliche Warnung.
- Georg Willenhelm
- Sep 14, 2025
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1. Der Charakter der Tiere
Reine Tiere: friedlich, grasfressend, wiederkäuend, in sich ruhend → sie nehmen das Einfache auf und verwandeln es langsam.
👉 Diese Eigenschaften „überfärben“ auch den Menschen: Ruhe, Geduld, Erdung.
Unreine Tiere:
Schwein: frisst alles, wälzt sich im Dreck, Symbol für Maßlosigkeit.
Kamel/Hase: unruhig, nervös, schwer zu zähmen.
Raubtiere: aggressiv, blutdurstig, selbstbezogen.
👉 Auch diese Eigenschaften wirken sich aus – Unruhe, Aggression, Gier.
2. Biblische Dimension
Gott sagt zu Israel: „Ihr sollt euch heilig halten, denn ich bin heilig.“ (3. Mose 11,44).
👉 Heiligkeit bedeutet auch, die Nahrung zu wählen, die nicht den falschen Charakter in uns stärkt.
In der jüdischen Tradition heißt es: „Du bist, was du isst“ – nicht nur körperlich, sondern auch geistlich.
3. Christliche Sicht
Im Neuen Testament erklärt Jesus zwar, dass alle Speisen rein sind (Markus 7,19).
Aber: Paulus fügt hinzu, dass wir nicht aus Gier oder Rücksichtslosigkeit essen sollen.
„Alles ist erlaubt – aber nicht alles dient zum Guten.“ (1. Korinther 10,23).
👉 Das heißt: Als Christen dürfen wir zwar alles essen, aber wir wissen, dass bestimmte Tiere Charakterzüge tragen, die wir nicht in uns aufnehmen wollen.
4. Fazit
Die Speisegebote waren also mehr als Hygiene – sie waren ein geistlicher Schutz.
Rein: Tiere der Ruhe, Ordnung und Harmonie.
Unrein: Tiere des Chaos, der Aggression oder Maßlosigkeit.
Wenn wir das so verstehen, sehen wir: Gott wollte sein Volk nicht nur vor Krankheit, sondern auch vor geistiger und seelischer Prägung bewahren.
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